Feste im Kalenderjahr und ihre Bedeutung


Wir leben in einer Zeit, in welcher die christlichen Feste immer mehr an Bedeutung verlieren. Einerseits ist der weit verbreitete Materialismus dafür verantwortlich, anderseits nehmen dem christlichen Glauben feindlich gesinnte Strömungen in starkem Aussmass zu. Ich nenne dabei die beiden vermutlich einflussreichsten dieser Strömungen, den Islam und die Neue Weltordnung des New Age. Mir scheint es wichtig, nicht bloss die alten Traditionen der christlichen Feste zu bewahren, sondern die tiefe Bedeutung dieser Ereignisse neu zu verstehen und hervorzuheben. Im Folgenden finden sie ein bescheidener Versuch, unsere traditionellen christlichen Feste wieder ins Licht zu stellen.

Die Botschaft von Weihnachten

Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volke widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus in der Stadt Davids.

Lukas, 2. 10

Was für eine Botschaft wird uns in diesen Worten mitgeteilt? Ein Heiland ist uns geboren, einer der Heil bringt, der unserem Elend ein Ende bereitet, uns befreit von Schuld und von allem Streben nach vergänglichem Glück. Und dies gilt uns, nicht nur einigen Privilegierten. Allem Volk widerfährt dieses Heil, sagt unser Text.

Geboren! Nicht in unserer Fantasie oder in unsichtbaren Sphären. Nein, Jesus wurde tatsächlich als Mensch mit Fleisch und Blut geboren. So wurde er einer von uns, und war gleich wie wir in diese Welt hineingestellt.

Weshalb ist er der Heiland? Er lebte wie Sie und ich als Mensch; er blieb jedoch ohne jegliche Schuld. Er ertrug geduldig Spott, wurde verhört, gegeisselt und ans Kreuz genagelt. Und das, ohne sich auf seine Rechte zu berufen und ohne zu widersprechen!

Deshalb konnte er für uns Schuldige das Todesurteil auf sich nehmen. Damit sind wir gerecht geworden. Uns ist alle Schuld vergeben. Wenn wir ihm und seiner Erlösung vertrauen, gilt das auch für uns. Darin besteht die gewaltige Bedeutung der Weihnachtsbotschaft. Darüber sollen und dürfen wir uns freuen.


Ostern – mehr als Osterhasen!

Ist Ostern bloss ein alter kirchlicher Brauch? Oder steckt mehr dahinter?

Diese Frage soll im Folgenden erörtert werden. Gehen wir davon aus, dass der Mensch ein Produkt des Zufalls ist und bloss aus Materie besteht, so macht Ostern tatsächlich keinen Sinn. Wurden wir jedoch durch ein höheres Wesen geschaffen, welches ausserhalb unserer wahrnehmbaren Welt existiert und das viel erhabener und intelligenter ist als wir, so stellt sich die Frage nach unserem Verhältnis zu solch einem Wesen. Ist dieses Wesen uns gut gesinnt und können wir mit ihm in Kontakt treten? Müssen wir uns dereinst vor ihm verantworten? Wenn wir an die Zehn Gebote oder an andere sittliche Forderungen denken, und uns damit vergleichen, wird unser Versagen offensichtlich. Beim Versuch hohe Moralvorgaben zu erfüllen scheitern wir alle.

Jesus verschärfte die zehn Gebote in der sogenannten Bergpredigt ins absolut Unerreichbare. Was nun? Wir stecken hier im Sumpf unseres Versagens fest. Wir sind an unsere Natur gebunden. Zeitweise gelingt es uns zwar recht gut unsere Schwachheiten zu überspielen. Bei allen Anstrengungen, aus unserer festgefahrenen Situation raus zu kommen, treten wir an Ort. Die höhere Existenz, welche identisch mit dem Urheber der Zehn Gebote ist, sah unsere Not und reagierte. Gott, in seiner Heiligkeit, löste das für uns unmöglich zu lösende Problem. Er liess sich hernieder und wurde wie wir ein Mensch aus Fleisch und Blut. Er war äusserlich unscheinbar, möglicherweise unansehnlich, wandelte jedoch in Gerechtigkeit und Heiligkeit auf dieser Erde. So konnte er die Strafe, welche wir infolge unserer Sünde auf uns luden, auf sich nehmen. Die Folge davon ist, dass Sie und ich und alle anderen Menschen frei geworden sind von der berechtigten Anklage gegen uns und von unserer Schuld. Wir erhielten dadurch neues Leben in ewiger Gemeinschaft mit dieser ausserirdischen Existenz, welche mit dem Gott der Bibel identisch ist. Tod, Leid und Schmerz haben in diesem neuen, ewigen Leben keine Daseinsberechtigung mehr. Sie sind überwunden, aber noch zukünftig. Bewusst oder unbewusst streben wir alle nach der Überwindung dieser Feinde des Lebens. Erfolglos!

Wir sind frei, das bisher Gelesene zu verwerfen. Wir können an unseren Sinn- und Glaubensvorstellungen festhalten. Wir sind frei unsere Weltsicht und die Sinnfrage nach unseren Einsichten, oder gemäss den allgemeinen gesellschaftlichen Trends zu sehen. Zu diesen Trends gehört der Gedanke der zufälligen Entstehung der Welt. Oder die Vorstellung, wir werden dereinst alle in ein paradiesisches Dasein übergehen ohne uns für unsere Taten im Diesseits verantworten zu müssen. Auch das Menschenbild vom Menschen als eine biochemische, computergesteuerte Maschine wird breit vertreten. Wir sind frei, zu glauben was wir wollen. Die Frage ist nur, wie sieht die Realität hinter diesen Vorstellungen aus.

Ich empfehle Ihnen, die Beschreibung der Kreuzigung, zum Beispiel im Markusevangelium, Kapitel 15, zu lesen. Dort ist besonders die Aussage und Einsicht des römischen Hauptmanns in Vers 39 aufschlussreich. Die Aussage, Jesus sei Gottes Sohn gewesen, stellt alles bis dahin gekannte auf den Kopf. Angeklagt und verurteilt wurde Jesus wegen Gotteslästerung und Aufrühren des Volkes. Tatsächlich jedoch starb er unschuldig, in göttlicher Gestalt und Mission, um unsere Schuldfrage zu lösen.

Das alles zu wissen ändert noch nichts an unserer Stellung Gott gegenüber.

Die folgende Aussage Jesu im Johannesevangelium hilft uns da weiter.

«Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht (Anrecht), Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben.»

Johannes, Kapitel 1, Vers 12


Auffahrt

Wenn wir von Auffahrt sprechen, müssen wir die damit verbundenen Aussagen über Endzeit und Wiederkunft mit einbeziehen.

Auffahrt

Es ist das Ereignis, wodurch Jesus nach seiner irdischen Mission wieder in die himmlische Welt zurückgekehrt ist.

Dies berichten zuverlässige Zeugen, welchen aufgrund ihrer übrigen Berichte und Briefe unbedingt zu vertrauen ist (Apostelgeschichte und Briefe des neuen Testaments).

Als das geschah, standen zwei himmlische Zeugen an der Stelle wo Jesus in den Himmel aufgenommen wurde und sagten: „Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird so kommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Was bedeutet Endzeit?

Es ist die Zeit zwischen der Himmelfahrt  Jesu und seiner Wiederkunft.

Im 24. Kapitel des Matthäusevangelium können wir die vorausgesagten Ereignisse innerhalb dieser Zeitspanne (Die letzten 2000 Jahre) nachlesen. Jesus spricht dort von falschen Christussen (falsche Religionen), von Kriegen und Kriegsgeschrei (Einfall der Römer in Israel, Islamisierung, 30-jähriger Krieg, Mongoleneinfall in Osteuropa, die Weltkriege, etc.). Weiter spricht Jesus von Erdbeben hin und her und von der Verkündigung des Evangeliums in der ganzen Welt (Missionsreisen des Apostel Paulus, Missionare in Afrika, China, Lateinamerika, etc.).

Was bedeutet Wiederkunft?

Es ist der Zeitpunkt in dem Jesus Christus in diese Welt zurückkehrt, Dieses Mal jedoch nicht in Niedrigkeit  und nicht um für unsere Schuld zu sterben, sondern in Macht und in Herrlichkeit. Er wird sein Friedensreich für tausend Jahre auf dieser Erde aufrichten und regieren. Danach wird Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen worin Gerechtigkeit wohnt in Ewigkeit. Zuvor wird diese Welt durch viel Not und Kriegswirren gehen müssen, so wie es im Matthäusevangelium beschrieben ist. Alle gegenwärtigen Bemühungen um Frieden und Wohlstand werden letztendlich zunichte. Die vergangen Machthaber dieser Weltzeit, die Religions- und Weltsysteme sind gescheitert. So werden auch die gegenwärtigen und zukünftigen Bestrebungen um Frieden und Wohlstand scheitern. Wer sich jedoch dem wiederkommenen Friedefürst, Jesus Christus, anvertraut und seine Hoffnung auf ihn setzt, wird Teilhaber seines ewigen Friedensreichs und wird nicht enttäuscht werden.


Pfingsten

Pfingsten war ein einmaliges Ereignis, welches uns in der Apostelgeschichte der Bibel berichtet wird. Damals wurde dieses Geschehen von äusseren Manifestationen begleitet. Sie dienten als Zeichen dafür, dass Gott einen neuen Zeitabschnitt einläutete. Innerlich geschah Folgendes: Den Jüngern, und vielen versammelten Juden wurden durch die Gabe des Heiligen Geistes die inneren Augen für das Geschehen von Golgatha geöffnet. Sie erkannten ihre Verlorenheit, die Erlösung durch das Blutvergiessen des Sohnes Gottes am Kreuz, und wurden mit eben diesem Geist versiegelt.

Später gab es nur noch ein ähnliches Ereignis, nämlich als der Apostel Petrus zum Haus des Kornelius gesandt wurde, und der Heilige Geist auf die dort Anwesenden fiel.

Gemäss der Verheissung Jesu, dass das Evangelium der ganzen Welt verkündet werden wird, kamen immer wieder Menschen zum Glauben an Jesus Christus. Dieses geschah nicht durch menschliche Einsicht, sondern durch die Neu-Geburt und das Wirken von Gottes Geist. Somit ergibt sich auch heute noch jedesmal ein «Pfingstereignis», wenn ein Mensch sich bekehrt, bzw. ihm die Augen für Gottes Heilshandeln in seinem Sohn geöffnet werden.

Pfingsten erinnert also an dieses anfängliche Ereignis vor den Toren Jerusalems und gleichzeitig an die Tatsache, dass ein Mensch von neuem geboren werden muss um in das himmlische Reich zu gelangen. Menschlicherseits ist es schlicht nicht möglich sich Gott zu nahen oder ihn zu erkennen. Gott muss dies tun, was aber nicht heisst, dass alles von Gottes Willkür abhängt. Wenn ein Mensch ernstlich Gott sucht und sich ihm anvertraut, so wird Gott mit eben diesem Erkennen durch seinen Geist antworten.